KI-generiertes Foto mit Close-up auf ein Papierdokument, das am oberen Rand eine nach Zufallsprinzip erzeugte Steuer-Identifikationsnummer anzeigt

Erfolgreiche Einbindung der Steuer-ID in Wohngeldverfahren

In 50 Registern sollen bis Ende 2028 die Steuer-Identifikationsnummer als Ordnungsmerkmal ergänzt werden – ein Kernelement für die Registermodernisierung. Auch das (H)eWoG-Fachverfahren ist betroffen. Für den Datenaustausch mit dem Bundesverwaltungsamt entwickelte die HZD den „BVA-ID-Service“, der im Pilotprojekt erfolgreich getestet wurde. Der hessenweite Rollout findet im September 2026 statt.

Bislang mussten Bürgerinnen und Bürger bei der Beantragung von Verwaltungsleistungen ihre Daten und Nachweise für jedes Verfahren neu bereitstellen. Im Zuge der Registermodernisierung, einem Kernvorhaben der Verwaltungsdigitalisierung, soll dieser Prozess effizienter gestaltet werden. Durch die Einbindung der Steuer-Identifikationsnummer (kurz: Steuer-ID) müssen die Antragsstellenden die benötigten Angaben nur noch einmal machen. Das Anlegen der Stammdaten nach dem Once-only-Prinzip stellt sicher, dass mitunter fehlerhafte Mehrfachdatensätze der Vergangenheit angehören. Dank der ID-Nummer können die Anträge eindeutig einer Person zugeordnet werden. Die eindeutige Zuordnung und die verbesserte Datenqualität wirken sich positiv auf die Bearbeitungszeiten von Anträgen aus.

Pragmatischer Ansatz aus Hessen

Zu den 50 Registern, bei denen nach Bundesbeschluss die Steuer-ID-Nummer implementiert werden muss, gehört auch das von der HZD betriebene Elektronische Wohngeldverfahren (H)eWoG. Um (H)eWoG an das Fachverfahren „Identitätsdatenabruf“ (IDA) des Bundesverwaltungsamts anzubinden, hat die HZD im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums das Vorhaben begleitet und eine Schnittstelle entwickelt. Damit diese auch für andere Registerverfahren genutzt werden kann, entschied sich das Team für eine generische Lösung. Diese ist nur lose an (H)eWoG gekoppelt und auch von anderen Registern nachgenutzt werden.

Bei dem Pilotprojekt für das (H)eWoG-Verfahren im Landkreis Bergstraße konnten bereits in Phase eins rund 94 Prozent der einzubindenden Identifikationsnummern korrekt den bestehenden Datensätzen zugeordnet werden. Nach erfolgreichem Abschluss wird die IDA-Anbindung zur Integration der Steuer-ID aktuell in ganz Hessen ausgerollt. Danach steht einer Ausweitung auf die Wohngeldverfahren in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen, welche die HZD ebenfalls betreut, nichts im Wege.